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CareARBEIT

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Ich bin heute morgen aufgewacht, habe sogleich das Baby gestillt, gleichzeitig die Dreijährige gekuschelt, die nochmal in mein Bett geschlüpft ist und dreitausend Fragen nach Sinn und Unsinn des Lebens beantwortet, dann habe ich das Baby gewickelt, angezogen, wurde vollgekotzt, war zum Glück nur der Schlafanzug, habe bekotzte Klamotten in die Waschmaschine geworfen, die restliche Kotze vom Boden aufgewischt, das Baby umgezogen, mich angezogen, das Baby nochmal umgezogen, weil die Windel ausgelaufen ist, habe das Baby unter den Spielebogen gelegt, habe dann kurz mit der Dreijährigen gespielt, dann einen Wutanfall begleitet, weil wir aufhören mussten zu spielen, da sie mit Papa zum Kindergarten aufbrechen musste, habe mal eben kurz Wäsche sortiert, Wäsche angemacht, den Trockner ausgeräumt, erste Teile der Wäsche zusammen gelegt und verräumt, die Große endgültig in den Kindergarten verabschiedet, das Baby erneut gestillt, nochmal gewickelt, sie dann in die Trage genommen, zweiten Teil de...

Die Pferdeschwanzzeit

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Nach der ersten Zeit mit neuem Baby, in der ich mich hauptsächlich im Überlebens- und „wie schaffe ich das bloß“-Modus befand, folgt nun die typische Pferdeschwanzzeit. Diese Phase kann sich hinziehen, wie ein ausgelutschtes HubbaBubba, das unter einem alten Schulpult klebt. Bei meiner ersten Tochter dachte ich, dass mein Leben nun für immer so aussehen würde. Zum Glück weiß ich es dieses Mal etwas besser… In meinem Badmülleimer befinden sich noch keine Tampons, dafür aber eine leere Packung Schokolade, die ich tief nachts, als mal endlich alles ruhig und friedlich war, auf dem Klodeckel sitzend gierig verschlungen habe.   Währenddessen habe ich die jüngste amerikanische Wunderleggings ergoogled, um rauszufinden, ob es sich lohnt den zwei wabernden Backen an meinem Rücken mal zu einem bisschen äußerlichen Push zu verhelfen.  Oben rein, unten hoch oder so.  Als ich mir dann mit müdem Blick, der mir aus dem Badezimmerspiegel entgegen blitzte und Schokoladenreste aus dem Mun...

Eingespielt

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H eute sitze ich mit dir da und denke mir das erste Mal seit deiner Geburt: ha, eingespielt . Ich weiß nun bei jedem Knurren, welche zapplige Bewegung hinterher folgt. Wann du aufgeregt Entertainment verlangst oder wenn du deine Ruhe möchtest und extra deinen Kulleraugenblick wegdrehst.  Ich erkenne deine wütenden Schnauber, wenn du eigentlich noch schläfst, aber schon sicher bist, einen Nippel im Mund zu haben und dich eben wunderst, warum zur Hölle nochmal keine Milch in dein schmatzendes Mündchen fließt.  Weiß genau, wann du abends tief genug schläfst, um neben dir gefahrlos einen Schokoriegel im Knisterpapier essen zu können und wann selbst jedes noch so leises Rascheln mit der Bettdecke dich aufwecken könnte.  Ich erkenne deinen skeptischen Blick mit der kleinen Zornesfalte, die deine eine Augenbraue so dramatisch hochziehen lässt. Damit siehst du so runzlig aus, wie ich mir das Gesicht deines Papas mit 80 Jahren vorstelle.  Vor einer Woche mussten wir den Mann ...

Der da

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Der da.   Der da grade von dem fröhlichen lachenden Mädchen auf der Schaukel angeschubst wird.  Das ist der Mann.  Der da steht seit 5 Jahren an meiner Seite und macht mich ungefähr seit viereinhalb davon wahnsinnig  👩‍❤️‍💋‍👨 Der da zieht mit mir seit über dreieinhalb Jahren beim Thema Kindererziehung an einem Strang  💪🏼 Der da vergisst oft, wie wichtig mir Zeit zu zweit ist  👫 Der da steht jeden Morgen auf und rockt das Morgenprogramm mit der Dreijährigen  👨‍👧 Der da gibt mir jedesmal Bescheid, wie unsere Tochter morgens im Kindergarten angekommen ist  📲 Der da fährt danach jeden Tag zur Arbeit und kämpft sich durch den Tag  📊 Der da ist für all die Bedürfnisse der Mädels erreichbar  👨‍👧‍👧 Der da hat ne neue Kaffeemaschine, die er zärtlicher anguckt als mich  ☕️ Der da macht mich so wütend, wenn er die tausend nach „Erledige mich!“-rufenden Dinge im Haushalt einfach nicht sieht  💥 Der da hat einen komplett andere...

Die Hochzeitseinladung

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Da kam sie. Die Hochzeitseinladung von den Freunden. Oh was haben wir uns gefreut. Erst natürlich für das zukünftige Hochzeitspaar, dann auch für uns- endlich mal wieder ein Fest, nach all der entbehrlichen Lockdown an Lockdown Zeit.   Hochzeitsfest. Das roch nach Gesprächen mit Erwachsenen, mal wieder Make-Up tragen, einem schönen Outfit und ein bisschen Besonderheit im grade so stressigen „Newborn/Kleinkind-wir sind jetzt Vier“ -Alltag.  Tag X wurde also in den Kalender eingetragen und dann… erstmal wieder vergessen.  Dann kam eine erneute Erinnerung und die Frage nach unseren Essensvorlieben und zack, da standen wir also, mit Baby, das grade in sowas wie einen Tag/Nacht Rhythmus reingefunden hatte, einem wutanfälligen, kleinen Mädchen und derzeit eh überreizten, elterlichen Nerven.  Wie zur Hölle, sollten wir einen Tag lang mit den Bedürfnissen der beiden Kindern unter anderen Menschen überleben, ohne dass unser Familiengefüge einmal komplett auf links gezogen wu...

Carpe Diem am Arsch

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  So ein Tag war das also heute.   Die Dreijährige ist mitten im Gefühlssturm.  Die letzten Wochen mit der neuen Geschwistersituation zeigen ihr weniger schönes Gesicht: Die „Große“ testet was das Zeug hält, Wut entlädt sich unkontrolliert an Kleinigkeiten, Dinge gehen zu Bruch, am meisten unsere elterlichen Nerven.  Im Hintergrund unterstreicht Babynörgeln die Stimmung.  Bauernhofurlaub hin oder her, wir gehen heute Abend alle mit happig mieser Laune ins Bett.  Wut, Tränen, Schimpfen, harsche Worte, erhobene Zeigefinger - bei aller Liebe & Verständnis für die aufwühlende Situation für meine Erstgeborene, heute blieb meine geduldige Mutterseite gehörig auf der Strecke. Jetzt sitze ich mit Baby am Busen vor dem von Kinderhänden verschmierten Spiegel, der neben meinem Gesicht auch die rustikal-kitschige Deko des Elternschlafzimmers zeigt. Vor der geschlossenen Tür tobt der Orkan des zu-Bett-gehen-Fertigmachens zwischen Kind & Mann.  Ich höre den ...

Packen

Ich packe für den Urlaub.   Das Baby sitzt in ihrer Wippe und nörgelt.  Einen Schnuller möchte sie immer noch nicht.  Das große Kind ist grade mit dem Mann vom Schwimmbadbesuch heimgekommen und hüpft, fröhlich vor sich hin rufend, auf der väterlichen Seite vom Bett.  Auf meiner Seite vom Bett befinden sich neben besagter Babywippe ungefähr 3 Zentner Wäsche.  Man könnte meinen, ich wasche für sämtliche meiner Ahnen und das benachbarte Mehrfamilienhaus gleich mit.  Das Baby nörgelt lauter, die Große stellt unmissverständlich klar, dass sie möchte, dass ich ihr zugucke.  Ich merke, wie mein Stresspegel steigt.  Ich lächle der Großen zu, schubse die Wippe vom Baby an und murmele beruhigenden Worte.  Dann beeile ich mich und versuche möglichst sinnvoll die Wäsche in einzelne Berge zu häufen und beim Zusammenlegen gleich schon in Urlaubs- und Schrankwäsche zu unterteilen. Zeitsparen will ich. Nicht alles zweimal in die Hand nehmen müssen.  Mei...