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Verreisen mit Kindern, eine Ode an meine Nerven

Was könnte es denn schön sein.   Wir fahren für zwei Tage ins Ravensburger Spieleland! Yay  🥳 Inklusive einem Tag Anreise, einem Tag Abreise und dem Anmieten einer Ferienwohnung im benachbarten Friedrichshafen mit zwei Schlafzimmern, damit die Dreijährige und der Mann hinter einer geschlossenen Tür schlafen können, wenn ich mir mit dem wunderfitzigen Baby die Nächte um die Ohren schlage.  So kann ich dann tagsüber völlig zermatscht und irre lächelnd, um mütterlichen Spaß zumindest zu simulieren, neben dem Käpt‘n Blaubär Erlebnisdampfer stehen, das Baby schuckeln und dem begeisterten, großen Kind und dem zusammengepferchten zwei Meter Mann in der besagten Attraktion zuwinken. Zu so einem einfachen Kurztrip gehört natürlich auch die Organisation von diversen Gepäckstücken, sowie Verpflegung, aber auch das Drandenken ans Klopapier für die Ferienwohnung, da ja niemand mit zusammen gekniffenem Fidle sofort einkaufen springen will, so nach ner kecken Autofahrt durch den kurvig...

Urlaub im Kopf

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Es ist nachts, Viertel vor drei.  Wir sind vor drei Stunden ins Wohnzimmer aufs Sofa gezogen, da deine Schwester wach geworden ist und nun mit dem Papa im großen Bett weiterschläft.   Ich sitze auf dem Sofa neben dir. Am Fernseher, am Telefon und am Router blinken irgendwelche Lichter. Ich blinzele sie müde an. Du bist satt, hast dich grade 30 Minuten mit Milch volllaufen lassen und schläfst in deinem Nestchen.  Oder eben auch nicht.  Ich tippe das hier umständlich mit der linken Hand, weil meine rechte Hand rhythmisch zum Wellengeräusch deines Nachtlichtes deinen kleinen, weichen Kopf streichelt, in der Hoffnung, dir so Nähe und ein Gefühl der Geborgenheit zu geben. Du lässt im Sekundentakt dein typisches „morsche Tür im nächtlichen Luftzug eines französischen Landhauses“ - Knurren ab.  Hach. Babygeräusche.  Man vergisst sie so schnell.  Ab und zu jammerst du auf, wie eine siebzigjährige Frau mit Knieschmerzen beim Hinsetzen im Bus. Und ich sitze müde...

Zwei Wochen zweifach Mama- und jetzt?

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Da sitze ich nun also. Im Halbschatten der Pimmelmännchenlampe, die auf dem Wickeltisch steht und gedämpftes Licht durchs Schlafzimmer schickt und starre auf das lange Haar an meinem Busen, das ich schon seit zwei Tagen wegzupfen will.   Und auf mein frisch geschlüpftes, wundervolles Baby, das mit der Kraft einer Dampflokomotive meinen Nippel in ihr kleines Mündchen saugt und ordentlich auf der Suche nach Milch malträtiert. Ich hatte schon ganz vergessen, wie schmerzhaft Stillen sein kann.  Im Wohnzimmer höre ich das große Kind in einer lautstarken Diskussion mit dem Mann. Sie möchte nicht Zähneputzen. Er möchte nicht diskutieren. Kindliche Wut. Sie ist müde vom Tag, möchte nicht mehr kooperieren. Der Mann will aber auch nur den Tag zuende bringen. Und, dass ihr nicht irgendwann die Zähne ausfallen.  Das Baby schmatzt am Busen.  Ich streichle den kleinen Kopf, bin dankbar, dass ich grade nur die Schmerzen des Stillens ertragen und nicht die tagtäglichen Diskussionen ...

Exkurs: Ein ausformulierter Tag im Apocalypsen-Homeoffice (busy mom content)

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Hallo ihr alle, wie geht es euch? Ich bin, um ehrlich zu sein, sehr angestrengt grade.  Es ist eine zähe Phase und ich breche heute mal mit der sarkastischen Erzählungsweise in meinem Blog hier und berichte in kurzen Sätzen von meinem Alltag. Meinen Sarkasmus habe ich nicht verloren, keine Sorge, aber uff, irgendwie muss ich mir mal Luft machen... ...Das Mombrain befindet sich nämlich ordentlich im Aufwärtstrend, es hat sich sogar schon Pompons gebastelt.  Heute zum Beispiel habe ich nach einem stressige Einkauf mit quengeldem Kleinkind und böse schauenden Miteinkaufenden, dem Häuptling eine kopflose Sprachnachricht mit der panischen Forderung nach erneutem Einkauf der Artikel hinterlassen, die ich grade vergessen hatte. Darauf ist meine gehetzte Stimme zu hören, die unverhältnismäßig vehement fordert, auch ja genau den Soßenbinder zu kaufen, den ich auch auf der Einkaufslistenapp beschrieben habe, so, als ob davon mein Leben abhänge. Zwischendurch hört man mich keuchen...

Das Apocalypsen-Homeoffice -Teil 2-

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Liebe Leser,  Ich möchte meine komplexen Gedanken zu Homeoffice mit paralleler Kleinkindbetreuung, sowie innenliegender Alltagsgestaltung und Beachtung der psychischen Gesundheit von allen Beteiligten vorsichtig zusammenfassen: Nein. Woche #3 im Homeoffice:  Mein Versuch, den jetzigen Alltag in einen Arbeits-Vormittag und pädagogisch-wertvollen-Spiele-Nachmittag aufzusplitten ist experimentell in der Hochphase.  In der Praxis sieht das so aus, dass ich nach dem üblichen Morgenroutine-Drama aus Zähneputzen ("will nicht!"), Haarekämmen ("aua! Weg, weg, weg!"), Anziehen ("Kuschelsack (Schlafsack) anlassen!") und Frühstück richten, sowie dann nochmal ein zweites Frühstück richten, während ich das erste Frühstück vom Boden aufsammle, da ich mich erdreistet hatte, der Zweijährigen ungefragt ein Marmeladenbrot hinzustellen, obwohl sie doch heute unbedingt Müsli haben will, es wage, den Laptop anschalte und mich an den Wohnzimmertisch setze. ...

Das Apocalypsen-Homeoffice -Teil 1-

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Hallo aus Woche 2 im Homeoffice plus Kleinkind,  Nachdem ich letzten Dienstag den Laptop anschaltete und ca 3,24 Sekunden davor saß, merkte ich, dass mein Vorhaben, Kind & Arbeit motiviert unter einen Hut zu bringen, so nicht funktionieren wird.  Zum einen versuchte ich den Laptop mit dem Wort „Apfelkekse“ zu entsperren, was sicherlich dem Umstand geschuldet war, dass meine zweijährige Tochter zeitgleich lautstark sämtliche Küchenschubladen nach besagtem Gebäck durchforstete; zum anderen patschten da immer wieder kleine, kekskrümelnde Hände auf der Tastatur herum, während ich versuchte, der ollen Kaffeemaschine wenigstens noch einen weiteren Kaffee abzuringen.    Zwischendurch beantwortete ich die Fragen meiner Tochter via Mail an meine Fachberatung (Entschuldigung an dieser Stelle: die Puppe liegt übrigens doch im Badezimmer und nicht auf dem Tisch, nur falls da Fragen aufkommen) und forderte das Kind auf, mir mehr Input zu den Unterpunkt...

Dr. Zoidberg & das Coronavirus in Zeiten der Laufsaison

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Und da liege ich wieder- im Bett, mit einer doppellagigen Schicht Taschentücher, die ich mir als kleine, zylinderförmigen Kegel in die Nase gestopft habe, um zumindest mal für ein paar Minuten den fortlaufenden Nasensiff aufzufangen. Ich sehe aus, wie Dr. Zoidberg zu seinen besten Zeiten. Als ich letzte Woche die Zweijährige aus dem Kindergarten abholte, begrüßte mich das freudig auf mich zurennende Kind mit einem Strombergbart aus getrockneter Rotze und da war mir fast schon klar, was mich dann ein paar Tage später erwarten würde.  Aber erstmal Hallo Ihr alle, Hallo Erkältung und Hallo Zwangslaufpause Es nervt. Ich bin schon wieder krank. Und zwar nicht, mimimi ich hab zweimal genießt und kalte Füße, nein- die volle Geschichte mit allen typischen, fiesen Infekt Anzeichen.  Kein Wunder in diesen Zeiten. Eigentlich. Aber bevor ihr mir jetzt eine Covid-19 Infektion unterstellt und mir kiloweise Nudeln und Erbsen-mit-Möhrchen-Konserven vor die Tür werft, lest bitte weiter:...